Plasmanitrieren bei EMAG Production

Plasmanitrieren ist die präzise Wärmebehandlung für Bauteile, bei denen Oberflächenhärte, Verschleißfestigkeit, Maßhaltigkeit und Korrosionsschutz gleichzeitig erfüllen müssen. EMAG Production bietet dieses Verfahren als industrielle Fertigungsleistung für anspruchsvolle Metallkomponenten – prozesssicher, reproduzierbar und eingebettet in eine hochmoderne Fertigungsumgebung.

EMAG Production setzt dafür eine Rübig EV100/180 Plasmanitrieranlage ein. Diese ermöglicht Chargen bis 1.000 x 1.800 mm und ein maximales Chargengewicht von 5.000 kg. Damit lassen sich auch große und schwere Maschinenbaukomponenten wirtschaftlich behandeln.

Plasmanitrieren für präzise und verschleißfeste Bauteile

Plasmanitrieren eignet sich für Bauteile, die unter Reibung, Druck, Wechselbelastung oder abrasivem Verschleiß arbeiten. Typische Anwendungen sind Wellen, Zahnräder, Führungen, Spindelkomponenten, Werkzeugaufnahmen, Formen, Maschinenbauteile und hochbelastete Präzisionsteile.

Vorteile des Plasmanitrierens

RÜBIG Plasmanitrieranlage für die Wärmebehandlung bei EMAG Production
EMAG Production nutzt eine Plasmanitrieranlage von RÜBIG zur Wärmebehandlung und Oberflächenhärtung von Metallbauteilen.

Hohe Verschleißfestigkeit

Reduzierter Abrieb an Funktionsflächen

Gute Reib- und Gleiteigenschaften

Vorteile bei Führungen, Wellen, Achsen und Getriebeteilen

Geringer Verzug

Hohe Maßhaltigkeit nach der Wärmebehandlung

Selektive Behandlung möglich

Das Schützen einzelner weicher Bereiche gezielt möglich

Verbesserte Randschichthärte

Belastbare Oberfläche bei zähem Kern

Reproduzierbarer Prozess

Gleichbleibende Qualität bei Einzelteilen und Serien

Warum Plasmanitrieren statt klassischem Härten?

Das Plasmanitrieren erfolgt bei vergleichsweise niedrigen Behandlungstemperaturen. Dadurch bleibt der Bauteilverzug gering und eine aufwendige Nachbearbeitung kann häufig reduziert oder vermieden werden. Für fertigbearbeitete Präzisionsteile ist das ein entscheidender wirtschaftlicher Vorteil.

Im Unterschied zum Einsatzhärten wird die Oberfläche nicht über Kohlenstoff, sondern über Stickstoff angereichert. Es entsteht eine verschleißfeste Randzone, die exakt auf Werkstoff, Bauteilgeometrie und Einsatzfall abgestimmt werden kann. Bei Bedarf lässt sich der Prozess so auslegen, dass bestimmte Bereiche geschützt und andere gezielt nitriert werden.

Plasmanitrieren, Wärmebehandlung und Spannungsarmglühen aus einer Fertigungslogik

Eine zuverlässige Wärmebehandlung beginnt nicht erst im Ofen. Entscheidend sind Werkstoffkenntnis, Bauteilgeometrie, Vorbearbeitung, Sauberkeit, Spannungszustand und Prüfstrategie. Deshalb betrachten wir Plasmanitrieren nicht isoliert, sondern als Teil einer industriellen Prozesskette.

Gerade bei komplexen Schweißkonstruktionen, Maschinenbaukomponenten oder präzisen Funktionsflächen kann Spannungsarmglühen vor der Endbearbeitung oder vor dem Plasmanitrieren sinnvoll sein. Ziel ist es, innere Spannungen zu reduzieren, Formstabilität zu erhöhen und die spätere Bearbeitungs- sowie Einsatzsicherheit zu verbessern.

Für welche Werkstoffe ist Plasmanitrieren geeignet?

Plasmanitrieren kommt vor allem bei nitrierbaren Eisenwerkstoffen zum Einsatz. Besonders geeignet sind Vergütungsstähle, Nitrierstähle, Werkzeugstähle, hochlegierte Stähle und viele Maschinenbaustähle. Je nach Legierung, Vorbehandlung und Prozessführung lassen sich unterschiedliche Oberflächenhärten, Nitrierhärtetiefen und Schichteigenschaften erzielen.

Typische Bauteile für das Plasmanitrieren:

Ihr Vorteil: Plasmanitrieren mit industrieller Prozesssicherheit

EMAG Production verbindet Plasmanitrieren, mechanische Fertigung, Wärmebehandlung, Spannungsarmglühen und Qualitätssicherung zu einer verlässlichen Lösung für Kunden. Das Ergebnis sind verschleißfeste, maßhaltige und langlebige Komponenten für den Maschinenbau, Werkzeugbau und die industrielle Fertigung.

Sprechen Sie mit uns über Ihre Bauteile, Werkstoffe und Anforderungen. Gemeinsam wird geprüft, welche Wärmebehandlung die beste technische und wirtschaftliche Lösung für Ihre Anwendung bietet.

Wie funktioniert Plasmanitrieren?

Beim Plasmanitrieren wird Stickstoff in einer ionisierten Gasatmosphäre gezielt in die Randschicht des Werkstücks eingebracht. Dadurch entsteht eine harte, verschleißbeständige Nitrierschicht, während der zähe Kern des Bauteils erhalten bleibt. Das Verfahren eignet sich besonders für präzisionsbearbeitete Komponenten, bei denen klassische Härteverfahren zu viel Verzug verursachen würden.

Plasmanitrierte Werkstücke

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